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Der Garten der Versöhnung in Israel
Die dritte Stufe der im Kontext miteinander verbundenen Friedensmale soll in Israel als der Garten der Versöhnung gebaut werden. Dieser Garten, in seiner Symbolsprache in Einklang mit der Torah, ist ein Friedenszeichen für die Menschheit und für alle Religionen. So soll er an einem geistlichen Ort gebaut werden, der das Projekt tragen kann und der im Fokus der Welt steht.
Das innere Element des Gartens ist das gleiche Friedensmal wie in Bensheim. So wird ein indirekter Bezug zur deutsch-jüdischen Vergangenheit aufgenommen. Wie im Friedensmal Wendepunkt sind auch hier die Steine unbeschriftet. Mit Projektoren kann Information auf die Steine projiziert werden. Ein Bezug zum Trauma der Shoa ist über die Verbindung zum Friedensmal in Bensheim gegeben.
Das innere Element des Gartens, das dem Friedensmal Wendepunkt entspricht, liegt im Zentrum der Gestaltung auf dem Platz der Erkenntnis. Auf diesem Platz nimmt man den Standpunkt seines Wissens und seiner Ideologie ein. Man kann auch so oft man will um das innere Element im Kreise gehen - „sich um sich selbst drehen” - ohne sich damit letztlich näher zu kommen. Es ist genau im Zentrum, im Baum des Lebens, wo man Eins wird mit all den Menschen, die andere Standpunkte einnehmen, wo man sich treffen kann und wo man sich selbst und Gott erfährt. Es ist im Innersten, wo die Menschen das finden werden, was die tiefe Sehnsucht der Seele ausfüllen kann. Doch gelangt man nur in dieses Zentrum, wenn man „ohne Schuhe” - also achtsam, respektvoll und sich seiner Menschlichkeit bewußt - über die Schwelle der Demut in den Baum des Lebens tritt.
Dieser Garten der Versöhnung in Israel - also der Baum des Lebens, der den Teufelskreis der Gewalt durchbricht, auf dem Platz der Erkenntnis - sei ein Zeichen eines neuen globalen Bewußtseins.
Eine detaillierte Beschreibung
Die Zahl hat nicht nur eine quantitative Funktion, sondern auch ein Wesen, eine innere Qualität.
Der Garten der Versöhnung zeigt den Gang ins eigene Innere - keine Projektion nach außen mehr - auf dem Platz der Erkenntnis. In seinem Zentrum findet sich das Friedensmal als Wendepunkt. Es zeigt den Baum des Lebens, der den Teufelskreis der Projektionen (dunkler Ring) durchbricht, umgeben von der Schwelle der Demut (weiße Marmor-Schwelle).
Die Steine im Ring stehen für Erstarrungen in der Seele, die uns von der Quelle des Lebens trennen. Sie dienen dem schlafenden Geist als Projektionsflächen für den inneren Schmerz. Die Steine sind Rosa, die Farbe der bedingungslosen Liebe, mit der „die Steine” überwunden werden, um ins „gelobte Land” einzuziehen.
Bevor man in den Baum des Lebens eintreten kann, überschreitet man die Schwelle der Demut (die 0). Hier ist die Demut in ihrer ursprünglichen Freiheit bringenden Bedeutung gemeint, die dem Menschen erst seine ganze Würde gibt. Auf der Schwelle steht in hebräischer Schrift die Prophezeiung von Jeremia über den Neuen Bund, daß Gott sein Wort in das Herz des Menschen gibt. Tritt man über die Schwelle, so betritt man den Raum des Herzens, wo die Menschen - bei all ihrer Verschiedenheit - Eins sind.
Der Platz der Erkenntnis steht für den Verstand, der sich einordnend und urteilend die Welt erklärt. Aber wo immer man auf dem Platz steht, sobald man seine Augen ins Zentrum richtet, schaut man jenseits seiner Begrenzung in diesen Raum des Herzens, der die Menschen miteinander verbindet. Dann ist die einfache Begründung für den Frieden: „weil wir alle Menschen sind” - alles, was zu sagen ist.
In den Eingängen (Alphas) des Gartens der Versöhnung, findet sich auf der 5. Stufe, die 3 m breit ist, die Materialfarben Blauschiefer und Oliv. Die Farbe Blauschiefer steht für die Gefühllosigkeit und die Farbe Oliv für den lebensfeindlichen Fanatismus und den geistigen Verfall. Blauschiefer und Oliv waren die (Uniform)-Farben der SS. Die Zahl 3 ist die Zahl des Geistes, der Rückkehr und der Reintegration. Die Zahl 5 ist die Zahl des zu Freiheit und Liebe bestimmten Menschen. Sie ist die „Erlösung der durch die Zahl 4 (Platz) verkörperten Gegensätzlichkeit - sie entspricht dem erwachenden Herzen, sie ist der Beginn des geistlichen Weges”. (Heinrich Elijah Benedikt) Somit ist die 5 ein Durchgangspunkt der Transformation, bereits ein Wendepunkt und eine Vorbereitung, auf dem Platz der Erkenntnis die Mitte nicht zu verlieren.
Der Weg zum Platz hat die Farbe Braun. Sie steht für die verborgenen niederen Leidenschaften, für ihre Verleugnung und die Heuchelei. Aber Braun bedeutet auch: „Scheiden wir unsere Schwächen aus unserer Seele aus, so verwandeln sie sich zu Humus für die Entwicklung und Entfaltung unserer höheren Individualität”. (Heinrich Elijah Benedikt)
Auf dem Platz der Erkenntnis wird man nur (ums Friedensmal) im Kreise gehen oder aufgeben, solange man nicht in die 0 tritt. Geht man über die Schwelle der Demut (Hingabe) in den dem Baum des Lebens, wendet man sich beim Hexagramm (Friedensmal Wendepunkt) im Zentrum um, im Wunsch, die Heilung nach außen zu tragen und den Frieden in die Welt zu bringen.
Die Eingänge des Platzes sind als Alphas und der Ausgang als Omega gestaltet. Im Omega spiegelt sich das Friedensmal wieder. Das Omega liegt innerhalb des Lotus in einem hellen Rosa: bedingungslose Liebe. Lotus und Omega bilden zusammen ein Herz. Man hastet nicht nach dem Innehalten im Garten der Versöhnung mit einer inneren Erfahrung sofort wieder in den „Lebenskampf”, sondern kann es im Omega, das betretbar ist, auf den Punkt bringen. Das Omega zeigt den Farbkontrast Blau-Orange - die Liebesachse. Orange ist die überströmende Liebe und Freude, Blau empfängt sie und dadurch erst kann sie fließen. Es ist das Prinzip des Gebens und Nehmens, Mitteilens und Zuhörens für eine wahre Gemeinschaft. Das Innere des Omega stellt eine Flamme dar, die beim Verlassen des Gartens der Versöhnung daran erinnert, ein Licht in der Welt zu sein. Die Treppe des Ausgangs zeigt den Farbkontrast Gelb-Violett. Das steht für den Abgrund zwischen Theorie und Praxis. Gelb steht für die Erkenntnis, für die Inspiration. Violett steht für den Dienst, die Verwirklichung. Beides soll zusammenkommen.
An der Seite vom „Platz der Erkenntnis” stehen 7 Bäume. Die heilige Zahl 7 steht für die 7 Himmel und die 7 Schöpfungstage; es ist die Zahl der Vollendung und Heilung. Die 8 Bäume auf dem Platz hinten stehen für die Versuchung und Prüfung der Macht. Damit ist die 8 (Acht-ung!) das schmale Tor zur Weisheit. Sie ist der Ausgleich der Gegensätze. Bestimmte Farben in den Ein- und Ausgängen zum Platz und in seinem Muster, sind den Farben des Hexagramms zugeordnet. Von den Ecken des Hexagramms im Lebensbaum finden sich diese Farben jeweils in einer Entfernung, in der die 8 als Quersumme enthalten ist. Die Riegel auf dem Platz haben 9 Kreuzungspunkte (Erneuerung). Sie sind 52 m lang, 5+2 --> 7 Bäume an den Seiten. Sie sind 53 m breit, 5+3 --> 8 Bäume hinten. Die 7 steht auch für die Suche nach dem rechten Weg, die 8 für den Mut. 52 x 53 = 2756, Quersumme ist 20 --> insgesamt 20 Bäume. Die 20 steht für die Zeitenwende, den geistigen Quantensprung und die Auferstehung.
Die gesamte Größe des Gartens der Versöhnung beträgt 64 x 68 m = 4352. Erläuterung der Zahl: Die materielle Form (4) drückt den die Dualität integrierenden Geist (3) aus und zielt auf eine Transformation des Menschen (5) bezüglich seines an die Dualität (2) gebundenen Bewußtseins.
Die „Vision einer neuen Menschlichkeit” ist der Prozess einer echten Triade (Dreiheit): Fulda (1) ist dem Vateraspekt Gottes zugeordnet, Bensheim (2) die Verbindung mit dem Mutteraspekt (Heiliger Geist) und Israel (3) dem Messias, dem Sohn im Menschen *, der Vater und Mutter in sich verbindet. „Drei ist die Zahl der Verbindung, Einung und Transzendenz. Die Kraft, die alle Gegensätze eint und übersteigt ist die Liebe. Nur sie kann alle Hindernisse überwinden. Indem wir durch die Liebe das allem Seienden innenwohnende Prinzip erkennen und uns mit ihm verbinden, übersteigen wir all das Persönliche und Weltliche, das Trennung, Streit und Kampf verursacht. Liebe als das Wesen des Geistes, als die innere Natur der Dinge ist der höchste Ausdruck der Drei. Sie führt uns auf geradem Weg ins Himmelreich.” (Heinrich Elijah Benedikt)
* Jesus sprach von sich selbst als „der Menschensohn”, also „der Sohn” im Menschen, der den göttlichen Funken in sich trägt und der Vater (Himmel) und Mutter (Erde) im Herzen verbindet. Der so „Heilige des Höchsten” - das sei die Bestimmung des Menschen. „Dann werden aber die Heiligen des Höchsten das Königtum erhalten, und sie werden das Königtum besitzen für immer und in alle Ewigkeit.” (Daniel 7, 17-18)
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