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Holocaust
Erinnern allein ist nicht genug . . .




Wendepunkt - die Vision einer neuen Menschlichkeit. Die Sicht auf ein verlorenes Thema in einer Perspektive für das Leben.


Warum gibt es keine Friedensmale die Frieden säen? Ein Friedensmal für das Leben sei die Antwort auf die Berliner Mahnmal-Debatte.

Die Idee vom
Projekt Friedensmal wurde als Beitrag zur Holocaust-Mahnmal Debatte in Deutschland im Jahre 1998 veröffentlicht: Versöhnung bedeutet, einen Schritt weiter zu gehen - den Schritt hin zu einer wirklichen Wertschätzung des Lebens. Das bedeutet nicht, die Tat und die Schuld oder die Opfer und Leiden hinter sich zu lassen, sondern all dies zu integrieren. Sie bedeutet nicht, zu vergessen, sondern einen Weg zum Frieden - auch mit sich selbst - zu finden. Ein Denkmal, das zu einem Mahnmal der Versöhnung werden soll, muß zu allererst ein wahres Mahnmal sein, das heißt, es muß die Täterproblematik angemessen darstellen und begreifbar machen können. Es muß Leiden und Schuld darstellen und einen Zugang ermöglichen, indem es eine Bewegung schafft, die in einem Bekenntnis über den Wert des Lebens und die Würde des Menschen mündet. Zugleich soll es ein würdiger Ort des Gedenkens an die Opfer sein. Sie hatten Träume und suchten das Schöne im Leben.




Ein Denkmal des Friedens

Dieses Denkmal sei ein Aufruf zu wirklicher innerer Umkehr, die gelebt wird - jetzt, in diesem so kurzen und kostbaren Leben. Das bedeutet Ehrlichkeit, Demut, Hoffnung, Liebe - Heilung, wo heute Krankheit ist. So läßt sich der erste Artikel des deutschen Grundgesetzes verstehen: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Dieses Denkmal sei eine Perspektive für das Leben. Es spricht von der Liebe, die uns befähigt einen Teufelskreis zu durchbrechen, die uns die Kraft gibt, einen
Wendepunkt zu leben und auf Verachtung nicht mit Hass zu antworten. Das innerste Element im Denkmalkreis, die innere grüne Wiese, zeigt den Baum des Lebens (Genesis). Das ganze Symbol ruft auf zu Aufbruch und innerer Versöhntheit.

Es ist ein Friedensplatz

Der Friedensplatz mit dem Denkmalkreis ist offen und überschaubar. Er bietet Raum zur Begegnung, zum Gespräch, zur Nachdenklichkeit. Hier werden Bilder ausgetauscht. Dadurch können neue Einstellungen entstehen. Nur die Freundlichkeit, die man selber schenkt und vom anderen bekommt schafft wirklich Brücken. Das Innere der Gestaltung öffnet sich nach außen in einer schenkenden Weise und durchbricht einen Teufelskreis. Das Denkmal besteht aus Elementen, die einerseits Gedächtnis, Trauer und Leid und andererseits Zuversicht, Freiheit und Leben symbolisieren. Zusammengenommen bedeuten sie Friede und Versöhnung - wirkliche Heilung. Nur dann, wenn ein Denkmal uns hilft, aus der Vergangenheit zu lernen, wenn es Perspektiven aufzeigt, dann macht es Sinn für die Zukunft.


Mein Buch - die Vorderseite
„Wendepunkt - die Vision einer neuen Menschlichkeit” zeigt einen neuen Zugang zur Holocaust-Thematik, der die Menschen wieder erreichen könnte. „Versöhnen statt verletzen”, „Demut und Liebe statt erdrückt werden und Ausweglosigkeit” sind Kernaussagen. Das Buch entstand während der Mahnmal-Debatte im Jahre 1998. Hier finden Sie die Anfänge des Projekts Friedensmal.  —> mehr


"Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist die Liebe
aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus
ungeheucheltem Glauben."
(Paulus)


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  © Text und Bild, T. Zieringer