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Die Referenzen und Kommentare zeigen den Weg vom Impuls für dieses Projekt in der Berliner Mahnmal-Debatte (1998) zur ersten konkreten Idee eines Denkmals der Versöhnung in Fulda (2005) und schließlich zur Verwirklichung als Garten der Freiheit in Bensheim (Bau 2010 - 2015). Der Garten der Freiheit ruft zur Verantwortung auf: Dass wir uns im Zusammenleben nie nachlassend und mutig um Frieden und Freiheit mühen, die auf Gerechtigkeit beruhen, sei aus einer dunklen Vergangenheit zu lernen.



Kommentar einer Besucherin

Es ist ein Platz der Stille, der Besinnung, der inneren Einkehr... - es ist ein Kraftplatz, es ist ein ganz besonderer Platz. Das kann man allerdings nicht mit dem Kopf erspüren und erkennen, nein, das geht nur mit dem Herzen. Wir Menschen sind dazu aufgerufen uns langsam mal auf diesen Weg zu begeben. Ein chinesisches Sprichwort sagt „Kein Weg ist länger, als der Weg vom Kopf zum Herzen“ Aber letztlich wird jeder dort ankommen, es ist nur eine Frage der Zeit.

Ich bin sehr gerne hier und ich beobachte sehr oft, dass die Menschen innehalten. Fußgänger bleiben stehen, Fahrradfahrer steigen ab, sie verweilen einige Minuten und schauen auf das Mal, viele setzen sich auch auf die Bänke. Es wird ganz offensichtlich angenommen. Ich bin dem Initiator und allen anderen, die an der Entstehung dieses Platzes mitgewirkt haben, sehr dankbar. Machen Sie bitte einfach weiter so, denn es gibt sehr viel mehr Menschen, denen dieser Platz gefällt und gut tut, als sie glauben.  Sigrid




Thomas Zieringer beim Dalai Lama wegen Friedensmal




Vorgelesen als Grußwort im Garten der Freiheit mit Jerusalem Friedensmal am 27. September 2015

Zentralrat der Juden in Deutschland
Der Präsident

Sehr geehrter Herr Zieringer, für die freundliche Einladung zur Begegnung im Rahmen von „50 Jahre Beziehungen zwischen Deutschland und Israel” am Friedensmal in Bensheim, am 27. September 2015, danke ich Ihnen sehr.

Dass Sie es sich zur Aufgabe gemacht haben, ein Friedensmal zu den deutsch-jüdischen Beziehungen in Privatinitiative zu bauen, betrachte ich als ein sehr bedeutsames Engagement. Ein besonderes Zeichen für die Begegnung am 27. September setzt die Teilnahme von Frau Dagan, die als Shoa-Überlebende und „Lebensbotschafterin“ von ihrer Geschichte berichten kann - einer Geschichte von Flucht, Vertreibung, Leid und Tod. Es ist aber auch eine Geschichte von Hoffnung, Kraft und der Bemühung, Hass zu überwinden und einen Neuanfang zu wagen. Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz bei der Errichtung des Friedensmals und der Organisation der Begegnungsveranstaltung.

Bedauerlicherweise wird es mir nicht möglich sein, Ihrer Einladung zu folgen, da am Abend des 27. Septembers das jüdische Laubhüttenfest Sukkot beginnt. Dass ich aus diesem Grund nicht teilnehmen kann, bitte ich um Ihr Verständnis.

Ich wünsche Ihnen eine interessante und gelungene Veranstaltung, die den positiven Gedanken des Friedensmals in die Welt hinaustragen und das deutsch-jüdische Verhältnis weiter festigen möge.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Dr. Josef Schuster, Würzburg 14. Juli 2015






„Das Friedensmal nach 50 Jahren der Beziehungen zwischen Deutschland und Israel ist die überzeugend gelungene Darstellung einer Idee. Bundeskanzler Willy Brandt hat sie in die Worte gefasst: „Frieden ist nicht Alles, aber ohne Frieden ist alles Nichts“. Wer das Denkmal in dieser Landschaft umrundet und der Aufforderung: „denk mal!“ folgt, wird manche Bereicherung und Perspektive für das eigene Leben entdecken. Das ist jedem Besucher zu wünschen.”

Mit freundlichen Grüßen, Egon Bahr, Berlin den 15. Juli 2015





Schreiben von Otto von Habsburg klein

Ohne den Beitrag der Juden hätten weder unsere mitteleuropäische Kultur noch das christliche Abendland insgesamt entstehen können. Gerade wir Christen verdanken den Juden sehr viel. Das Alte Testament, also ein wesentlicher Teil unserer Heiligen Schrift, ist das Fundament, auf dem wir stehen. Der christliche Glaube wurzelt in der Geschichte des Volkes Israel ... (Otto von Habsburg im Organ der deutschen Sektion der Paneuropa-Union 1991, Artikel: „Fundamentalistisch oder gläubig?”)





Ephraim Kishon

Unterstützer Ephraim Kishon

Brief  von Ephraim Kishon 2




Garden of Freedom, Bensheim, Germany

Form and Content: Up close, nose to the gem stone, one reads into the veins. The quartz tells each of us a story. As you distance yourself, the shape of the slab becomes meaningful. Further back the group of rose-quartz volumes, standing on black gravel, under the sky, reveals its composition of angles and spaces. This is a part of the Peace Memorial. At the apex of the grassy mound is a six pointed star, the Star of David, symbol of the Jewish people. Its flat marble triangles creatively centered with a small round crystal. Energy from the materials. Energy from the forms. Energy from the numerical values. Energy from the landscape. And most importantly, energy from the heavens for our goodness in remembering a nation who is no longer in our neighborhoods. Thomas Zieringer will finish his site with a mosaic glass seven striped rainbow. Only on the rarest days of semi fog or snow will the stripes seem to be the grey and blue of former times.
We appreciate Thomas's personal difficulties and joys in bringing this work into public reality.

Ellen Lapidus Stern, Jerusalem, August 20, 2013 ( http://www.artistlapidot.com )









„Herr Minister Bouffier dankt Ihnen sehr herzlich für Ihr Schreiben vom 29. Januar 2003. Auch er denkt gerne an die stattgefundene Begegnung im kleinen Kreis zurück. Er hat Ihre Ausführungen und gemachten Anregungen mit Interesse gelesen und ermuntert Sie, Ihre Projektarbeit auf diesem Wege fortzuführen.”

Dr. Roland Johne im Auftrag des hess. Innenministers Volker Bouffier







Schreiben von Roland Koch




Bund der Vertriebenen
Präsidentin Erika Steinbach, MdB

Sehr geehrter Herr Zieringer,

haben Sie recht herzlichen Dank für Ihr Schreiben vom 9. September d. J. mit sehr umfangreichen Anlagen. Ich habe diese mit Interesse durchgelesen und finde Ihr Vorhaben durchaus unterstützenswert, bitte aber gleichwohl dafür um Verständnis, daß unsere Bemühungen sich zur Zeit ganz darauf konzentrieren müssen, in Berlin das geplante „Zentrum gegen Vertreibung” zu verwirklichen. (...)

Wir können Ihr Vorhaben nicht materiell unterstützen, wünschen Ihren Bemühungen aber den bestmöglichen Erfolg, weil wir Ihr Vorhaben für lobenswert halten.

Mit der Bitte um Verständnis dafür, daß wir Ihr Vorhaben nicht konkret unterstützen können, verbleibt einstweilen mit freundlichen Grüßen,
Erika Steinbach, 5. 10. 2005






Ludwig-Maximilians-Universität München
Geschwister-Scholl-Institut

Pof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a. D.
Lehrstuhl für politische Theorie und Philosophie


Sehr geehrter Herr Zieringer,

unterdessen habe ich Zeit gefunden das interessante Projekt, das Sie entwickelt haben, anzusehen.

Es ist ein sensibles Projekt und es regt zum Nachdenken an. Ich wünsche Ihnen bei seiner weiteren Verfolgung viel Erfolg, füge aber hinzu, dass ich zu diesem Erfolg nicht beitragen kann, da ich kulturpolitisch keine Verantwortung mehr trage.

Mit herzlichen Grüßen
Julian Nida Rümelin, 13. 1. 2005



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  © Text und Bild, T. Zieringer