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Grundsteinlegung Friedensmal

Am 26. 4. 2010 wird der Grundstein von Dekan Thomas Groß gelegt. In einer Stahlkapsel wird der 1. Psalm in Hebräisch in den Beton unter die Mitte der noch zu bauenden "Blüte des Schalom" - unter den Wendepunkt - gelegt. Von diesem Bezugspunkt aus wird das Friedensmal (mit dem Baum des Lebens) und der "Stein der Begegnung" - das ganze Jerusalem Friedensmal also - vermessen und gestaltet.




Bergsträßer Anzeiger, 28. April 2010

Ein Symbol für Frieden und Versöhnung inmitten der Natur


Hochstädten. Das Friedensmal wird Wirklichkeit. Mit der Grundsteinlegung am Montag begann die letzte Phase einer bereits elfjährigen Entwicklungs- und Überzeugungsarbeit.

Bei dem von Thomas Zieringer initiierten Projekt handelt es sich um ein kreisrund angelegtes Denkmal, das auf Hochstädter Gemarkung unmittelbar am europäischen Wanderweg E 8 entsteht. Der Bensheimer Künstler und Autor spricht von einer nationalen Gedenkstätte und einem in die Natur eingebundenen Ort.

Nach langer Vorarbeit und der Suche nach einem geeigneten Standort hatte Zieringer 2006 ein Wiesengrundstück auf einer Anhöhe zwischen Hochstädten und Elmshausen gekauft. Anfang dieses Jahres wurde vom Kreis die Baugenehmigung für das steinerne Monument ausgestellt. Auch die Naturschutzbehörte gab grünes Licht.

Jetzt muss die Wiese geringfügig begradigt werden, um den von Zieringer entworfenen Steinkreis von 26 Metern Durchmesser ausgestalten zu können. Der Grundstein ist gleichzeitig Mittelpunkt des Friedensmals und vom "Baum des Lebens": ein jüdisch-christliches Symbol, das den Weg zu Versöhnung und Frieden spiegelt, wie der Initiator vor Ort erklärt.

Es stehe für ein anderes Denken, eine Kultur der Freiheit und eine betont spirituelle Auseinandersetzung mit der Geschichte. Im Zentrum der Anlage wurde jetzt eine Kapsel quasi als ideeller Sockel des Mals verankert, in der eine Rolle mit dem ersten Psalm über den Weg der Gerechten und Gottlosen in hebräischer Sprache enthalten ist.

Gemeinsam mit Dekan Thomas Groß übergab Zieringer die zuvor gesegnete Kapsel ihrer Bestimmung. Rund 30 Menschen waren bei der Grundsteinlegung anwesend, darunter Förderer des Projekts sowie Mitglieder des 2001 gegründeten Vereins "Friedensmal Wendepunkt", der sich der Förderung des Friedens und der Versöhnung verschrieben hat.


Rund aus 33 Gedenksteinen

Das Friedensmal soll ein Zeichen für eine Kultur der Verständigung und ein Signal für die Gesellschaft sein. Der sternförmige Mittelpunkt und der äußere Rahmen des Friedensmals werden schon in wenigen Wochen ihre erkennbare Form haben.

Danach wird das Monument schrittweise mit 33 Gedenksteinen ergänzt. Der Aufbau ist aus französischem Granit, die eigentlichen Gedenksteine aus rosafarbenem Quarz, der am Borstein im nahen Lautertal gebrochen wird. Da die Quader aus Quarz aufwendig zu bearbeiten sind, rechnet Thomas Zieringer mit einer etwa zweijährigen Vollendungsphase.

Während dieser Zeit, so hofft der Ideengeber, soll auch die Öffentlichkeit stärker angesprochen und die intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Projekt in Gang kommen.

Der geistige Vater des Denkmals spricht sich ausdrücklich gegen eine sinnentleerte "Kranzabwurfstelle" aus, vielmehr möchte er den Menschen an diesem Ort eine spirituelle Pilgererfahrung ermöglichen. Für ihn markiert die Grundsteinlegung der "nationalen Gedenkstätte" auch die Hoffnung auf ein neues Kapitel in den deutsch-israelischen Beziehungen.

Wenn der weitere Bau des Denkmals wie geplant vonstatten geht, will er sich verstärkt der friedlichen Verständigung mit Israel widmen. tr


© Bergsträßer Anzeiger,
Artikel vom 28. 4. 2010 (Quelle)




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