Feierliche Einweihung der Blüte des Schalom im Jerusalem Friedensmal.


Die Arbeit der Stiftung Friedensmal

Der wesentliche Teil der Arbeit der Stiftung ist dem sich fortentwickelnden künstlerischen Projekt Jerusalem Friedensmal gewidmet. Hier finden Sie Bilder und Informationen dazu.

Zweck der Stiftung ist insbesondere die Förderung von Kunst und Kultur,

  • die Prozesse zur seelischen Heilung des Menschen und der Gesellschaft ins Leben bringen kann,

  • die Frieden und Freiheit in den Beziehungen zwischen Menschen und Völkern anregt und befördert und

  • die die wertschätzende Verständigung zwischen Menschen und Völkern versinnbildlicht und unterstützt.


Der Weg zur Stiftung

Im Jahr 1998 entstand die Idee des Baus eines "Friedensmals für Deutschland" im Kopf eines Künstlers. Thomas Zieringer wollte kein weiteres Mahnmal bauen, sondern er meinte, dass "aus der Vergangenheit lernen" bedeuten müsste, Räume für den Frieden und die Würde des Menschen zu schaffen. Es seien Räume, in denen sich Menschen auf der Grundlage gemeinsamer Werte ehrlich und frei begegnen können. Es sollte auch kein religiöses Projekt werden mit einem Erlösungsanspruch, sondern Kunst auf der Ebene des Menschen, die inspiriert, ermutigt und den Weg einer Befreiung von Innen zeigt. Das Denkmal sei von einer „Schwelle der Demut“ umgeben: Das Wissen, nicht zu wissen (nach Sokrates), öffnet erst die Tür zur tieferen Einsicht des Menschen über sich selbst und eine höhere Wirklichkeit. Mehr dazu…

Es sollte also ein Friedensmal werden, ein "In den Frieden gehen"-Mal  für den Menschen, das dem Leben gewidmet ist. Denn die Lebensbejahung und das Bewusstsein einer inneren Heiligkeit ist die Voraussetzung, um die Zukunft zu meistern. Eine Kultur drückt sich in ihren Denkmälern aus, die wiederum in die Kultur wirken. Daher sei es so wichtig, dass neben allen Mahnmalen in Deutschland ein solches Friedensmal seinen Platz in der Denkmalkultur erhalten würde. Im Jahr 1999 veröffentlichte Thomas Zieringer sein Buch "Die Vision einer neuen Menschlichkeit" (Jahn & Ernst Verlag) mit diesen Gedanken, um sie der Öffentlichkeit vorzustellen.

Im Jahr 2001 gründete er den Verein Friedensmal Wendepunkt e. V., um Unterstützer für die Idee zu finden und eine Genehmigung für den Bau zu erhalten. Nachdem die Umsetzung des Vorhabens in Berlin und Fulda wegen mangelndem Interesse bzw. übergroßen Ängsten scheiterte, fand sich schließlich im südhessischen Bensheim-Hochstädten das richtige Grundstück für das Friedensmal. Von der politischen Vorarbeit und der Planung des Projektes bis zum Antrag für eine Baugenehmigung dauerte es 9 Jahre. Im Januar 2010 lag dann schließlich die Baugenehmigung vor und es konnte mit privatem Geld mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Die Bauzeit betrug 5 Jahre, da zahlreiche Schwierigkeiten vor allem auf Grund des privaten Charakters des Projektes zu überwinden waren. Am 27. September 2015 erfolgte schließlich die Einweihung des Jerusalem Friedensmals in Deutschland mit einer Schulkasse des Bensheimer Goethe Gymnasiums und einer Klasse seiner Partnerschule in Haifa, Israel. Schirmherrin war Frau Batsheva Dagan aus Israel. - Das Jerusalem Friedensmal wurde rein in bürgerschaftlichem Engagement und mit eigenen Mitteln verwirklicht. Die Kunst sei frei! Das soll auch eine Ermutigung für Menschen sein, ihre Freiheit zu leben und ihre guten Träume ins Leben zu bringen.

Bereits am 3. 12. 2012 hatte die damalige 2. Vorsitzende des Vereins Friedensmal Wendepunkt e. V.
Frau Linde Weiland in der Mitgliederversammlung vorgeschlagen, dass der Verein sich nach Fertigstellung des Friedensmals auflöst und eine Stiftung errichtet wird, die für das Friedenmal verantwortlich ist. Die Rechtsform der Stiftung sei für die weitere Arbeit mit dem Friedensmal die geignetere Form. Es war wieder ein langer Weg zurückzulegen. Am 28. Januar 2021 war es schließlich soweit: die private Stiftung von Herrn Zieringer wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt anerkannt. Aus dem früheren Verein wurde nach 20 Jahren Vereinsarbeit der "Freundeskreis der Stiftung Friedensmal".

Satzung der Stiftung Friedensmal  vom 10. Dezember 2020




Vorstand

Thomas Zieringer-klein

Thomas Zieringer, Künstler - Ob es sich um die Vergangenheit unseres Landes oder die eigene handelt: Nicht erdrückende Scham- und Schuldgefühle sind die Antwort, sondern eine wirkliche Übernahme von Verantwortung, die positiv ist und mehr Frieden in die Welt bringt. - Hier finden Sie meine persönliche Geschichte wie ich die Vision des Friedensmals fand und wie sie in die Umsetzung kam. (Kontakt)




Kuratorium

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Petra Zieringer, Dipl. Betriebswirtin, Geschäftsführerin - Ich glaube an die Sinnhaftigkeit der Idee vom Friedensmal und mir ist die Versöhnung zwischen den Menschen wichtig. Vor allem aber liegt mit die wirkliche Versöhnung zwischen Christen und Juden am Herzen. Die Deutschen sollten nicht nur soviel darüber reden, sondern auch danach handeln.




ludwig-arras-kl

Ludwig Arras, Schlossermeister (pensioniert) - Es gibt immer mehr Trennendes in der Gesellschaft: Die Menschen denken nur an sich, und jeder baut seine kleine Festung um sich herum. Ich wünsche mir, daß die Menschen mehr Ehrfurcht voreinander und vor der Schöpfung haben.




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Rabbiner Mordechai Mendelson, Vorsitzender der jüdischen Chabbad Gemeinde Karlsruhe, Mitglied des deutschen Rabbinerrates.






Freundeskreis der Stiftung Friedensmal

Der Freundeskreis unterstützt die Arbeit der Stiftung. Zum Freundeskreis gehören vor allem ehemalige Mitglieder des Vereins Friedensmal Wendepunkt, der in der Stiftung aufgegangen ist.

Linde Weiland, ehemalige Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Fulda - Die zwanzig Jahre Gemeindevorsitz machten mir die Notwendigkeit des toleranten Aufeinanderzugehens bewusst.

Anton Euler, Rentner (früher Blindenmission) - Mich spricht der Gedanke der Versöhnung an. Für mich heißt das, mit Gott und sich selbst ins Reine zu kommen, um mit dem Nächsten ins Reine zu kommen. Es heißt, Vorurteile abzubauen, um einander näher zu kommen, bereit sein zuzuhören und den Anderen als Menschen anzunehmen.

Konrad Kaschek, Hausmeister und arbeitender Rentner - Ich möchte positive Zeichen setzen und eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart bauen. Es geht mir um einen Beitrag zur Entwicklung unserer Zivilisation. Ich will dabei helfen, daß sie sich in Frieden und Freiheit weiterentwickeln kann.

Paul Alfons Büttner, Beamter i. R.

Ellen Lapidus Stern, Künstlerin, Jerusalem

Carina Enste, Mainz

Dr. Klaus Mause, Ingenieur i. R.

Christian Strack, Dipl. Wirtschaftsingenieur

Arnulf Tian, Dip. Bauingenieur

Christa Büttner, Pflegemanagerin

Karl Zieringer, Unternehmer i. R.

Margret Zieringer, Krankengymnastin i. R.

Andreas Zieringer, Informatiker

Marion Euler, Hausfrau

Dr. Baumann-Schiechel, Pädagoge





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